Braut-Make-up selber machen: natürlich und langanhaltend

Du kannst dein Braut-Make-up sehr gut selber machen, wenn du dich regelmäßig schminkst, weißt, welche Produkte zu deiner Haut passen, und den kompletten Look vor dem Hochzeitstag ausprobierst.

Ein Hochzeits-Make-up muss nicht automatisch stärker oder auffälliger sein als dein gewöhnliches Make-up. Für viele Bräute ist der schönste Look einfach eine etwas perfektioniertere Version des eigenen Stils: Die Haut sieht weiterhin wie Haut aus, die Augen sind sanft betont und das Ergebnis wirkt sowohl in natura als auch auf Fotos harmonisch.

Wenn du dein Braut-Make-up selber machst:
Schminke den kompletten Look mindestens einmal vorher, verwende Produkte, die du bereits kennst, und kontrolliere das Ergebnis in guter Schminkbeleuchtung, im Tageslicht und mit der Kamera.

natürliches Braut-Make-up für die Hochzeit
01 — DIY Braut-Make-up

Kann man Braut-Make-up selber machen?

Ja. Wenn du dich regelmäßig selbst schminkst und weißt, welche Produkte, Farbtöne und Techniken zu dir passen, kann es sehr gut funktionieren, das Braut-Make-up selber zu machen.

Der große Vorteil: Du kennst dein eigenes Gesicht. Du weißt, wie viel Deckkraft du magst, mit welchem Augen-Make-up du dich wohlfühlst und welche Produkte bei dir über viele Stunden zuverlässig funktionieren.

Der Hochzeitsmorgen ist dagegen nicht der beste Zeitpunkt, zum ersten Mal eine neue Foundation, einen unbekannten Wimpernkleber oder eine komplett neue Schminktechnik auszuprobieren. Je vertrauter dir deine Routine ist, desto entspannter kannst du sie am Hochzeitstag wiederholen.

Eine gute Faustregel: Dein Braut-Make-up sollte immer noch nach dir aussehen – nur etwas perfektionierter.

02 — Der Look

Was macht natürliches Braut-Make-up aus?

Natürliches Braut-Make-up bedeutet nicht unbedingt, möglichst wenig Produkt zu verwenden. Vielmehr geht es um ein harmonisches, gepflegtes Ergebnis, bei dem kein einzelner Teil des Make-ups den gesamten Look dominiert.

Ein natürlicher Braut-Look kombiniert häufig einen ebenmäßigen, aber hautähnlichen Teint mit weich definierten Augen, natürlichen Brauen, frischem Rouge und einer Lippenfarbe, die sich während des Tages unkompliziert auffrischen lässt.

Wenn du dich normalerweise sehr dezent schminkst, musst du am Hochzeitstag nicht plötzlich einen dramatischen Glam-Look tragen. Umgekehrt musst du auf Eyeliner oder stärker definierte Augen nicht verzichten, wenn genau das zu deinem persönlichen Stil gehört.

03 — Vorbereitung

1. Bereite deine Haut auf das Braut-Make-up vor

Eine gute Make-up-Basis beginnt mit gut vorbereiteter Haut. Verwende am Hochzeitsmorgen möglichst Hautpflegeprodukte, die du bereits kennst und von denen du weißt, dass sie unter deinem Make-up gut funktionieren.

Viele neue Produkte oder sehr reichhaltige Pflegeschichten können es schwieriger machen, die Foundation gleichmäßig aufzutragen. Die Haut sollte sich gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt anfühlen, dem Make-up aber gleichzeitig eine stabile Grundlage bieten.

Lass deine Pflege gut einziehen, bevor du mit dem Schminken beginnst. Wenn du normalerweise einen Primer verwendest und weißt, dass er gut mit deiner Foundation funktioniert, kannst du dieselbe Kombination auch für dein Hochzeits-Make-up verwenden.

04 — Foundation

2. Wähle den richtigen Foundation-Ton

Einer der wichtigsten Punkte beim Braut-Make-up ist eine Foundation, die wirklich zu deinem Hautton passt. Der Übergang zwischen Gesicht und Hals sollte möglichst natürlich wirken.

Prüfe den Farbton in möglichst neutralem Licht und nicht ausschließlich unter einer warmen Deckenlampe. Sehr warmes Licht kann die Haut gelblicher erscheinen lassen und dadurch die Beurteilung der Foundation-Farbe verfälschen.

Trage die Foundation lieber in dünnen Schichten auf und baue zusätzliche Deckkraft nur dort auf, wo du sie tatsächlich brauchst. So wirkt der Teint natürlicher und sieht auch auf Nahaufnahmen weniger schwer aus.

Foundation und Make-up-Basis für die Braut

Concealer

Verwende Concealer unter den Augen und gezielt an den Stellen, an denen du zusätzliche Deckkraft benötigst. Statt das gesamte Gesicht mit einer dicken Foundation-Schicht abzudecken, kannst du die Basis leichter halten und einzelne Bereiche gezielt korrigieren.

Puder

Fixiere vor allem die Bereiche, an denen dein Make-up normalerweise verrutscht oder die Haut im Laufe des Tages glänzt. Das gesamte Gesicht muss nicht vollständig mattiert werden – natürlich wirkende Haut darf weiterhin Dimension und etwas Glow haben.

05 — Augen

3. Schminke die Augen weich, aber klar definiert

Für dein Braut-Make-up sind Farben, die du auch sonst gerne trägst, meist der beste Ausgangspunkt. Braun-, Taupe-, Bronze- und andere neutrale Nuancen eignen sich besonders gut für einen weichen, natürlichen Look.

Sehr dezentes Augen-Make-up kann auf Fotos noch zurückhaltender wirken als im Spiegel. Deshalb kannst du am äußeren Augenwinkel, entlang des Wimpernkranzes oder mit Mascara etwas mehr Definition hinzufügen als im Alltag.

Besonders wichtig ist ein sauberer Übergang. Geh zwischendurch etwas vom Spiegel zurück und vergleiche beide Augen: Sind Form und Farbintensität auf beiden Seiten ausgewogen?

Und was ist mit künstlichen Wimpern?

Wenn du künstliche Wimpern tragen möchtest, teste sowohl das Modell als auch den Kleber vor dem Hochzeitstag. Wenn Fake Lashes normalerweise nicht zu deiner Routine gehören, musst du sie nicht nur wegen der Hochzeit verwenden.

06 — Finish

4. Bring Farbe und Frische zurück ins Gesicht

Nach dem Auftragen der Foundation kann das Gesicht etwas gleichmäßiger und flacher wirken. Bronzer, Rouge und auf Wunsch Highlighter bringen wieder Kontur, Farbe und Frische zurück.

Beurteile dein Rouge sowohl aus der Nähe als auch mit etwas Abstand zum Spiegel. Auf Fotos kann Farbe schwächer wirken als direkt im Spiegel, trotzdem solltest du die Intensität lieber schrittweise aufbauen.

Lippen

Wähle ein Lippenprodukt, dessen Farbe und Tragegefühl du bereits kennst. Für einen langen Hochzeitstag ist eine Farbe praktisch, die du unkompliziert selbst auffrischen kannst.

Nimm das Lippenprodukt in deiner Tasche mit oder gib es einer Trauzeugin, Freundin oder einem Familienmitglied, damit du es während des Tages schnell zur Hand hast.

07 — Beleuchtung

Braut-Make-up und Beleuchtung – warum gutes Licht so wichtig ist

Wenn du dein Braut-Make-up selber machst, beeinflusst die Beleuchtung fast jeden Schritt: die Wahl des Foundation-Tons, die Menge an Concealer, das Verblenden des Augen-Make-ups sowie die Intensität von Rouge und Bronzer.

Wenn du dich nur unter einer warmen Deckenlampe schminkst, können Haut- und Make-up-Farben im Tageslicht deutlich anders wirken. Licht, das ausschließlich von oben kommt, erzeugt außerdem Schatten unter den Augen sowie an Nase und Kinn.

Gute Schminkbeleuchtung sollte beide Seiten des Gesichts möglichst gleichmäßig ausleuchten. So lassen sich Foundation, Übergänge und Symmetrie deutlich besser kontrollieren.

Braut-Make-up bei gleichmäßiger Schminkbeleuchtung

Lamps4Makeup verwendet für seine Schminklampen eine Farbtemperatur von 4500K. Das ergibt ein ausgewogenes weißes Licht im tageslichtähnlichen Bereich.

Wenn du den Unterschied zwischen verschiedenen Kelvin-Werten genauer verstehen möchtest, lies unseren Guide zu 3000K, 4000K und 5000K beim Schminken .

Mehr über Helligkeit, Positionierung und gleichmäßiges Licht findest du außerdem in unserem Guide zur richtigen Schminkbeleuchtung .

08 — Fotos

Prüfe dein Braut-Make-up auch mit der Kamera

Beurteile dein Probeschminken nicht nur im Spiegel. Mach vom fertigen Look einige Fotos aus unterschiedlichen Winkeln und Entfernungen.

Achte besonders darauf, ob zwischen Gesicht und Hals ein deutlicher Farbunterschied zu sehen ist, ob Rouge und Bronzer ausgewogen wirken und ob deine Augen auf Fotos so definiert erscheinen, wie du es dir wünschst.

natürliches Braut-Make-up auf Fotos prüfen

Kontrolliere dein Make-up wenn möglich auch in unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Vergleiche deine normale Innenbeleuchtung mit natürlichem Tageslicht, damit du siehst, wie sich die Farben in verschiedenen Umgebungen verändern.

Beim Probeschminken:
  • mach ein Foto direkt von vorne
  • fotografiere beide Seiten
  • mach eine Nahaufnahme
  • mach ein Foto aus etwas größerer Entfernung
  • kontrolliere das Make-up auch im Tageslicht
09 — Übung

Schminke den kompletten Braut-Look vor dem Hochzeitstag

Einzelne Produkte auszuprobieren ist nicht dasselbe, wie das komplette Braut-Make-up von Anfang bis Ende zu schminken.

Mach vor der Hochzeit mindestens einen vollständigen Probelook mit genau der Produktkombination, die du auch am Hochzeitstag verwenden möchtest. So merkst du, wie lange du tatsächlich brauchst und welche Schritte du noch etwas üben solltest.

Trag das Probe-Make-up wenn möglich mehrere Stunden. So erkennst du, an welchen Stellen das Make-up zuerst nachlässt oder die Haut zu glänzen beginnt und welche Produkte du später wirklich zum Auffrischen brauchst.

Bereite deinen Schminkplatz am Vorabend vor

Lege Produkte, Pinsel, Spiegel und Beleuchtung rechtzeitig bereit. Reinige deine Make-up-Pinsel vorher und achte darauf, dass am Hochzeitsmorgen alles griffbereit ist.

Braut-Make-up selber machen – Checkliste

Vor dem Hochzeitstag

  • schminke den kompletten Look mindestens einmal vorher
  • verwende Produkte, die du bereits kennst und gut verträgst
  • prüfe deine Foundation in neutralem Licht
  • mach Fotos vom Probeschminken
  • kontrolliere das Ergebnis auch im Tageslicht
  • übe künstliche Wimpern vorher, wenn du sie tragen möchtest
  • reinige deine Make-up-Pinsel rechtzeitig
  • packe Lippenprodukt, Puder und wichtige Touch-up-Produkte ein
Zusammenfassung

Ein gutes Braut-Make-up sollte sich immer noch nach dir anfühlen

Wenn du dein Braut-Make-up selber machst, sind Vorbereitung und Übung wichtiger als besonders komplizierte Schminktechniken. Arbeite mit Produkten, denen du vertraust, baue die Deckkraft schrittweise auf und nimm dir Zeit, den gesamten Look zu beurteilen.

Natürliches Braut-Make-up bedeutet nicht unsichtbares Make-up. Es sollte im Spiegel und auf Fotos harmonisch aussehen und sich trotzdem wie dein eigener Stil anfühlen.

Und besonders wichtig: Schminke dich in einem Licht, in dem du Farben, Übergänge und beide Seiten deines Gesichts klar erkennen kannst.

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10 — FAQ

Häufige Fragen zum Braut-Make-up

Kann man Braut-Make-up selber machen?

Ja. Wenn du dich regelmäßig selbst schminkst und den kompletten Look vorher ausprobierst, kannst du dein Braut-Make-up sehr gut selber machen. Verwende möglichst Produkte, die du bereits kennst.

Was ist ein natürliches Braut-Make-up?

Natürliches Braut-Make-up lässt die Haut weiterhin wie Haut aussehen, definiert die Augen sanft und bringt Frische ins Gesicht, ohne dass der gesamte Look schwer wirkt.

Wann sollte man das Braut-Make-up ausprobieren?

Schminke mindestens einen vollständigen Probelook vor der Hochzeit. So kannst du Farben, Haltbarkeit, Zeitaufwand, Beleuchtung und die Wirkung auf Fotos beurteilen.

Welches Licht eignet sich zum Schminken am Hochzeitstag?

Gleichmäßiges, relativ neutrales Licht erleichtert die Beurteilung von Haut, Foundation und anderen Make-up-Farben. Idealerweise trifft das Licht beide Seiten des Gesichts und kommt nicht ausschließlich von oben.

Wie prüft man Braut-Make-up für Fotos?

Mach beim Probeschminken Fotos aus verschiedenen Winkeln und Entfernungen. Kontrolliere besonders den Foundation-Ton, Rouge, Bronzer und die Definition der Augen und sieh dir den Look zusätzlich im Tageslicht an.

Was sollte man zum Auffrischen des Braut-Make-ups mitnehmen?

Nimm dein verwendetes Lippenprodukt und die Produkte mit, die du normalerweise für kleine Touch-ups brauchst, zum Beispiel Puder oder andere bewährte Essentials.